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Schriftrolle

Schriftrolle

Schriftrolle (auch Buchrolle, Rotulus) ist die Bezeichnung für die aus Papyrus oder aus langen Pergamentbahnen bestehende älteste Form eines Buches. Die Bahnen wurden wegen der besseren Handlichkeit gerollt und oft in einer Panuela aufbewahrt. Die Schriftrolle wurde zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert zum Großteil durch blattförmig zugeschnittene Pergamentbögen abgelöst (Kodex). Rotuli waren aber noch im Mittelalter gar nicht selten. Im deutschen Mittelalter wurden insbesondere grundherrschaftliche Verzeichnisse als Rotuli geführt (daher auch die deutsche Bezeichnung Rodel). Nur vereinzelt gab es Papier-Rotuli (beispielsweise ein Papierrotulus über die Prozeßauslagen des Stiftes Essen 1353-1355). In der frühen Neuzeit gab es vor allem in Benediktinerklöstern die so genannten Totenrotel, die mit aneinandergeklebten Pergamentstücken zum Zwecke des Gebetsgedenkens andere Konvente vom Tod eigener Mönche unterrichteten. Heute werden nur noch wenige Bücher als Schriftrolle ausgeführt, wie dies aus kultischen Gründen nach wie vor bei der jüdischen Thora der Fall ist. Von hoher Bedeutung für die Bibel-Wissenschaft war die Entdeckung der Schriftrollen vom Toten Meer. Von Rotulus leitet sich auch die Bezeichnung Rödel her, mit der man überwiegend Urbare bezeichnete.

Weblinks


- [http://histoire.enssib.fr/images/ima_sordet/ff0278.jpg Abbildung eines französischen Rotulus aus dem 14. Jahrhundert]
- [http://histoire.enssib.fr/5outils/Sordet/sordet.html Erläuterungen dazu (französ.)]
- [http://www.lad-bw.de/digpro/texte/fricke6/urbar.htm Präsentation eines Rodels um 1290]
- [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_9070.html Artikel über Totenrotel] Kategorie:Buch Kategorie:Handschrift

Buch

Ein Buch (Plural Bücher) ist eine mit einer Bindung und meistens auch mit Bucheinband (Cover) versehene Sammlung von bedruckten, beschriebenen, bemalten oder auch leeren Blättern aus Papier oder anderen geeigneten Materialien. Zudem werden große Textabschnitte, die in sich abgeschlossen sind, als "Buch" bezeichnet. Das ist bei antiken Werken, die aus zusammengehörigen Büchersammlungen bestehen, der Fall. Beispiele hierführ sind: Bibel und Aeneis. Elektronisch gespeicherte Buchtexte werden als digitale Bücher (engl. e-book) bezeichnet. Eine andere moderne Variante des Buches ist das Hörbuch. Hörbuch

Geschichte

Hauptartikel: Buchgeschichte Die ältesten Vorläufer des Buches waren die Papyrusrollen der Ägypter, von denen das älteste bekannte Exemplar über 5000 Jahre alt ist (Siehe auch Geschichte der Schrift). Die Griechen und Römer übernahmen die Papyrusrollen, bis sie ab dem 1. Jahrhundert allmählich vom Codex abgelöst wurden. Der Codex bestand aus mehreren Lagen Pergament, die in der Mitte gefaltet und zusammengeheftet wurden, prinzipiell bereits genauso wie im heutigen Buch. Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Pergament allmählich durch das billigere und viel einfacher zu produzierende Papier ersetzt. Die erste Papiermühle in Deutschland war die des Ulman Stromer in Nürnberg im Jahr 1390. Die von der Erfindung des Buchdrucks (ca. 1450) durch Johannes Gutenberg bis zum Jahr 1500 gedruckten Bücher werden Inkunabel oder Wiegendruck (aus der Zeit, als der Buchdruck noch in der Wiege lag) genannt. In Korea wurde rund 200 Jahre vor Johannes Gutenbergs Erfindung in Europa der Buchdruck mit beweglichen Lettern aus Metall entwickelt, vermutlich eine Weiterentwicklung chinesischer Druckmaschinen bereits im 11. Jahrhundert mit Tonlettern. Korea präsentiert das im Oktober 2005 als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse, die schon zu Gutenbergs Zeit die hier erfundene Buchdruckkunst verbreitete (in Korea fehlte ein entsprechendes). Die schnelle Verbreitung der neuen Technik in ganz Europa und die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung des Buchdrucks und der Herstellung von Papier machten das Buch zur Massenware, was eine wesentliche Voraussetzung für die Reformation und später für das Zeitalter der Aufklärung wurde. Wissen wurde zum Allgemeingut im Abendland. Schrift und Bild waren im Buch des Mittelalters eine Einheit. Künstler des Bauhauses schufen im 20.Jahrhundert Bücher von hohem gestalterischen Niveau, die dem Bereich Druckgrafik zuzurechnen sind. Diese Künstlerbücher erscheinen in kleinen limitierten Auflage. Im dritten Jahrtausend erscheint schließlich dann auch das digitale Buch auf dem Online-Buchmarkt Der Digitaldruck erlaubt kostengünstige Auflagen ab einem Exemplar: Book on demand

Arten von Büchern

Differenzierung nach Inhalt


- fiktionale Bücher:
  - Roman
  - Kinderbuch
  - Bilderbuch
  - Gedichtband
  - Liederbuch
- nonfiktionale Bücher, Sachbücher:
  - Fachbuch
  - Lehrbuch
  - Schulbuch
  - Handbuch
  - Wörterbuch
  - Lexikon
  - Bibliografie
  - Farbbuch: Schwarzbuch, Weißbuch
- Zunächst meist Einzelexemplare:
  - Tagebuch
  - Rechnungsbuch, Kassenbuch - daher auch Buchhaltung
  - Logbuch
  - Manuskript
  - Drehbuch
  - Künstlerbuch, Buchobjekt

Differenzierung nach Herstellungsart


- Kodizes: handgeschriebene Bücher, davon werden einige als schönste Bücher der Menschheitsgeschichte empfunden (singular: Kodex).
- Beutelbuch: Mittelalterliche Sonderform. Es kann wie ein Beutel getragen und am Gürtel befestigt werden.
- Taschenbuch: Kleinformatiges Buch, meist Paperback, zum Transport geeignet.
- Miniaturbuch: Sehr kleines Buch.
- Paperback: Mit weichem Einband und meist mit Klebebindung versehen, früher auch Fadenbindung.
- Broschur: Buchblock mit verschiedenen Arten des weichen Umschlags, in der Regel fadengeheftet.
- Hardcover: Fester Einband. Heute im deutschsprachigen Raum nur noch selten mit Fadenheftung.
- Loseblattsammlung: Einzelne, austauschbare Seiten in einem oder mehreren Ordnern (hier ist nicht die umgangssprachliche Verwendung von Loseblattsammlung gemeint, die kein Buch darstellt).
- E-Book (Elektronisches Buch): in verschiedenen Formaten, elektronisch gespeichert, zum Teil nur auf Bildschirm lesbar, zum Teil druckbar.
- Hörbuch: Hier werden die Texte eines schon vorhandenen Buches vom Autor oder (häufiger) einem Erzähler vorgelesen, manchmal auch von mehreren Erzählern in Rollen. Teilweise werden inzwischen auch Hörspiele unter dieser Bezeichnung vertrieben. Hörbücher werden auf Musik-CDs/Musikkassetten bzw. in Computer-Audiodateien verkauft und verbreitet.
- Faksimile: originalgetreuer Nachdruck historischer Ausgaben. Audiodatei siehe auch
- Schönstes Buch Österreichs
- Schönste Bücher aus aller Welt

Listen "empfehlenswerter" Bücher


- [http://www.swr.de/bestenliste/ SWR-Bestenliste]
- Fritz J. Raddatz (Hrsg.): ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 11.Aufl. 2002. ISBN 3-518-37145-2 (Eine Zusammenstellung schöngeistiger Literatur)
- ZEIT-Bibliothek der 100 Sachbücher
- Iris Radisch (Hrsg.): Mein Jahrhundertbuch - 51 Liebeserklärungen, Ein ZEIT-Buch, Frankfurt/Main (Suhrkamp) 2003. ISBN 3-518-45554-0
- Marcel Reich-Ranicki: Der Kanon
- [http://www.abebooks.de/docs/ReadingRoom/BesteBuecher/besteBuecher.shtml Die 100 besten Bücher der Welt (abebooks)]
- [http://focus.msn.de/D/DF/DFX/DFX04/dfx04.htm Die 100 besten Bücher (Focus)]
- [http://www.spiegel.de/kultur/charts/0,1518,belletristik,00.html Spiegel Bestsellerliste] wöchentliche Liste der meist-verkauften Belletristiktitel
- [http://www.spiegel.de/kultur/charts/0,1518,sachbuch,00.html Spiegel Bestsellerliste] wöchentliche Liste der meist-verkauften Sachbücher
- [http://www.zeit.de/marktplatz/zvab/index Bestsellerliste antiquarischer Bücher] (Die Zeit)
- ZDF-Lieblingsbücher 2004

Kleines Glossar zur Vorsilbe "Biblio-"


- Biblio-Club: Literaturklub an einer Bibliothek, Beispiel: Biblio-Club der Jugend an der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
- Bibliograf: Jemand der eine Bibliografie bearbeitet oder zusammenstellt
- Bibliografie: Nachschlagewerk von Literaturhinweisen
- Bibliographisches Institut - 1826 in Gotha gegründete Verlagsbuchhandlung (inzwischen fusioniert mit Brockhaus)
- Biblioklast: Jemand, der Bücher zerstört, indem er Seiten oder Bilder zum Sammeln heraustrennt
- Bibliomanie: übersteigerte, manische Bibliophilie, beispielsweise in Form einer ungesteuerten Sammelwut des Bibliomanen
- Bibliometrie: quantitative Erforschung von Publikationen unter dem Aspekt von Häufigkeitsmerkmalen und -beziehungen; Teilgebiet der Szientometrie
- Bibliophilie: Bücherliebhaberei (Beschäftigung mit besonders schönen, alten oder besonderen Büchern)
- Bibliophobie: Abneigung gegen Bücher (Bücherfeindlichkeit)
- Bibliosophie: Lehre vom Büchersammeln (veralteter Ausdruck)
- Bibliothek: nach bestimmten Prinzipien geordnete Sammlungen von Büchern und anderen Publikationsformen sowie ein Bibliotheksbau, in dem diese untergebracht sind (siehe auch Bibliothekstyp und Bibliothekswesen).
- Bibliothekar: Angestellter in einer Bibliothek
- Bibliotheksabgabe: Tantieme, die von Bibliotheken an die Verwertungsgesellschaften abgegeben wird.
- Bibliothekswissenschaft: Wissenschaftliche Disziplin von der Funktion und Organisation von Bibliotheken und Bibliothekswesen
- Bibliotherapie: psychotherapeutische Methode, bei der die Lektüre von Büchern zur Heilung beitragen soll; auch Buchkonservierung

Rekorde & Skurriles


- Das kleinste Buch der Welt stammt aus dem Leipziger Verlag Faber & Faber. Mit 2,4 auf 2,9 Millimeter ist es etwa so groß (oder besser gesagt: so klein) wie ein Streichholzkopf. Die 32 Seiten sind mit Buchstabenbildern im Offset bedruckt und in Handarbeit ledergebunden. Erwerben kann man es im [http://www.hnf.de/ Heinz Nixdorf Computermuseum] in Paderborn.
- Im Jahr 2004 brachte der Autohersteller Mazda einen Bildband mit dem wohl größten Format der Welt heraus: 3,07 m x 3,42 m.

Zitate


- „Auch das schlechteste Buch hat seine gute Seite: die letzte.“ (John Osborne)
- Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ermüdet den Leib. (Salomo in Prediger 12,12 zitiert nach der Schlachter-Bibel, Ausgabe 2000)

Siehe auch

Übergeordnete:
- Liste von Verlagen
- Literatur, Portal:Literatur Herstellung und Vertrieb:
- Buchbinderei, Buchdruck, Buchhandel, Printmedien, Verlag. Verleger Organisationen:
- Schweizer Buchzentrum Format:
- Buchformat
- Studienausgabe Anwendung:
- Bibliothek, Bookcrossing, BücherWiki, Lesekompetenz weiteres
- Annalen, Bestseller, Fibel, Lektüre, Schmöker,
- Band, Broschüre, Foliant, Wälzer, Kodex, Inkunabel, Konvolut, Palimpsest, Paperback, Papyrus, Pergament,
- Libretto
- Adressbuch, Bestimmungsbuch, Beschwerdebuch, Ehrenbuch, Gästebuch, Hauptbuch, Hausbuch, Herdbuch, Klassenbuch, Kunstbuch, Kirchenbuch, Logbuch, Meldebuch, Notenbuch, Notizbuch, Soldbuch, Stammbuch, Tagebuch, Jahrbuch, Kochbuch, Kursbuch, Lesebuch, Märchenbuch, Liederbuch, Schwarzbuch, Taschenbuch, Wörterbuch, Zauberbuch
- Geschäftsbuch, Kassenbuch, Rechnungsbuch

Weblinks


- [http://www.vl-ghw.uni-muenchen.de/buchgeschichte.html Linksammlung zur Buchgeschichte]
- [http://www.ifla.org/IV/ifla61/61-gehh.htm Geschichte des Buches in Deutschland (1450–1900)]
- [http://www.bib-bvb.de/fachbereich/buchgeschichte.html Chronologie zur Buch- und Bibliotheksgeschichte]
- [http://www.narrenschiff.ch/abkuerzungen/buchbeschreiben.php#BegriffeamBuch Begriffe am Buch]
- [http://www.artistbooks.de/suchen/suchen-archiv.htm Datenbank des "Archiv für künstlerische Bücher und mehr"] !Buch Kategorie:Antiquariat Kategorie:Bibliothekswesen Kategorie:Papierprodukt ja:本 simple:Book tokipona:lipu toki

6. Jahrhundert

Das 6. Jahrhundert begann am 1. Januar 501 und endete am 31. Dezember 600.
Es ist die Epoche des Übergangs zwischen der Spätantike und dem Frühmittelalter.

Zeitalter/Epoche

Letztes Jahrhundert der Spätantike und zugleich erstes Jahrhundert des Frühmittelalters.

Ereignisse/Entwicklungen


- die keltische Kirche geht in der römisch-katholischen Kirche auf.
- letzter Höhepunkt der spätantiken Kultur unter Kaiser Justinian I..
- in die durch die Völkerwanderung entvölkerten ehemaligen östlichen germanischen Gebiete wandern ab 580 allmählich slawische Völker (Wenden) ein.
- Das Fünfte Ökumenische Konzil tagt 553 in Konstantinopel.

Persönlichkeiten


- Papst Gregor I., der jüngste der antiken Kirchenväter (vgl. Gregorianischer Choral)
- Garab Dorje, buddhistischer Meister und Gründer der Dzogchen-Tradition
- Gregor von Tours (538/539-594)
- Benedikt von Nursia (ca. 480-547)
- Chosrau I., sassanidischer Großkönig (531-579)
- Justinian I., oströmischer Kaiser (527-565)
- Manjusrimitra, Abt der buddhistischen Klosteruniversität Nalanda, Schüler von Garab Dorje

Islam

Um 570 Geburt des Propheten Mohammed [http://de.wikipedia.org/wiki/Prophet_Mohammed] (s.a.w.s.) der dann um 610 gemäß muslimischer Tradition in einer Höhle namens Hira [http://de.wikipedia.org/wiki/Hira] auf der arab. Halbinsel den Erzengel Gabriel empfangen und damit zum Begründer einer neuen Weltreligion werden sollte, deren militärische Expansion ab etwa 632 das endgültige Ende der Antike markiert. 01-06 ! ja:6世紀 ko:6세기 simple:6th century th:คริสต์ศตวรรษที่ 6

Pergament

Pergament ist eine leicht bearbeitete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet worden ist. Es ist damit ein Vorläufer des Papiers.

Herstellung

Papier Pergament besteht aus einer Tierhaut, im Allgemeinen von Kalb, Rind, Schaf oder Ziege. Zur Pergamentherstellung wird sie in Kalkwasser eingeweicht. In dieser Lauge lösen sich die Haarwurzeln von der Haut und die Haare können anschließend abgeschabt werden. Wenn die Haut von Fleisch und Haaren gesäubert wurde, wird sie in einen Rahmen gespannt und mit Messer und Bimsstein glatt geschabt und geschliffen. Im Gegensatz zum Leder wird Pergament nicht gegerbt und bleibt dadurch durchscheinend. Pergament aus den Häuten ungeborener Tiere hieß Jungfernpergament (siehe auch Velin).

Geschichte

Die ältesten Pergamentfunde aus Ägypten werden auf 2700 v. Chr. datiert. Der Name Pergament leitet sich von der Stadt Pergamon ab, in der es angeblich erfunden wurde. In Wirklichkeit wurde es dort aber nur deutlich verbessert. Wie der römische Geschichtsschreiber Plinius der Ältere berichtet, gab es zwischen den hellenistischen Königen Eumenes II. von Pergamon und Ptolemäus Epiphanes von Ägypten im 2. Jahrhundert v. Chr. ein Prestigeduell um die größte Bibliothek der damaligen Welt. Damit Eumenes die ägyptische Bibliothek in Alexandria nicht übertreffen können sollte, erließ Ptolemaios ein Exportverbot für Papyrus, dem damals gebräuchlichen Schreibmaterial. Daraufhin wurde in Pergamon das Pergament als brauchbare und bald sogar bessere Alternative zum Papyrus entwickelt. Pergament löste den Papyrus als Schreibmaterial ab, da es biegsamer und haltbarer ist. Außerdem kann Pergament mehrmals neu beschrieben werden, indem die oberste Schicht mit Bimsstein abgeschliffen wird (Palimpsest). Da Pergament lichtdurchlässig ist, wurden auch Lampen und Fenster mit Pergament verkleidet. Gegen Ende des Mittelalters wurde das Pergament zunehmend vom Papier verdrängt. Zum einen wurde Papier in der Herstellung deutlich billiger, zum anderen benötigte der sich immer weiter verbreitende Buchdruck Papier, weil es die Farbe besser aufsaugt. So genanntes Echtpergament (engl.: vegetable parchment) ist dagegen ein mit Hilfe von Chemikalien dauerhaft fettdicht und nassfest gemachtes Zellstoffpapier, das industriell erstmals 1861 in England hergestellt wurde. Es entsteht in mehreren getrennten Arbeitsgängen. Kategorie:Beschreibstoff Kategorie:Leder Kategorie:Papyrologie ja:羊皮紙

Mittelalter

]] Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit, die christliche, antike und keltische, germanische und slawische Entwicklungen zusammenführt. Die vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform ist der Feudalismus. Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache, die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.

Zeitliche Festlegung

Im Groben ordnet man das Mittelalter in die Zeit von 500 bzw. 600 n. Chr. bis 1500 n. Chr. ein. Wesentlich genauer sind jedoch folgende Merkmale: Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr vom Ende der Völkerwanderung (375-568) bzw. vom Untergang des weströmischen Kaisertums 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bzw. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts. Bezüglich der Problematik der Datierung des Beginns des Mittelalters siehe Spätantike. Die Datierungen sind nicht immer einheitlich, es kommt oft darauf an, welche Aspekte der Entwicklung bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zum Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund, kann man Mohammeds Hidschra (622) oder den Beginn der arabischen Expansion ab 632 als Beginn sehen. Ebenso gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450) oder auch die Reformation (1517). Fokussiert man einzelne Länder, kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So endete die Antike am Rhein oder in Britannien sicher früher als etwa in Syrien. Und so war zum Beispiel um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England mit gutem Grund noch vom Mittelalter spricht. Mittelalter bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff wird kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet.

Die Einteilung in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter

Man kann das Mittelalter grob in 3 Phasen gliedern:
- Frühmittelalter (Mitte 6. Jahrhundert bis Anfang 11. Jahrhundert)
- Hochmittelalter (Anfang 11. Jahrhundert bis ca. 1250)
- Spätmittelalter (ca. 1250 bis ca. 1500)

Frühmittelalter

In das Frühmittelalter fällt unter anderem auch die Zeit der Völkerwanderung, wobei die Forschung aber mittlerweile dazu tendiert, diese aus dem Mittelalter herauszunehmen, sie als Bindeglied zwischen Antike und Mittelalter zu sehen und der Spätantike zuzurechnen. Weitere einschneidende Entwicklungen sind die weitgehende Christianisierung Europas, der Aufstieg des Fränkischen Reiches, der Einfall der Wikinger, der Beginn des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und die Kämpfe zwischen Kaisertum und Papsttum. Außerdem wirkt der Aufstieg des Islam und sein schnelles Ausgreifen bis nach Europa prägend. Wirtschaftlich stellt das Frühmittelalter eine Zeit der Naturalwirtschaft dar, wobei besonders das System der Grundherrschaft herauszustellen ist. Wesentliche Kulturträger sind das Byzantinische Reich, die Klöster, insbesondere die des Benediktinerordens, sowie die Gelehrten des arabisch-muslimischen Kulturkreises. Siehe auch Hauptartikel: Frühmittelalter.

Hochmittelalter

Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs, des Lehnswesens und des Minnesangs. Es ist auch die Epoche der Auseinandersetzung zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit, welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Innerhalb der Scholastik wird Aristoteles zur wichtigsten nicht-christlichen Autorität. Der Einfluss der Kirche zeigt sich vor allem an den Kreuzzügen gegen den Islam, denen auch Juden zum Opfer fallen. Im Zuge der Kreuzzüge entwickelt sich ein Fernhandel mit der Levante, von dem insbesondere die italienischen Stadtstaaten profitieren. Die Geldwirtschaft gewinnt gegenüber der Naturalwirtschaft immer stärker an Bedeutung. Die wichtigsten Orden des Hochmittelalters sind neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner. Im Hochmittelalter entsteht das Zunftwesen, das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge in den Städten stark prägt. Siehe auch Hauptartikel: Hochmittelalter.

Spätmittelalter

Hochmittelalter]] Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Handelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen Pest" (Schwarzer Tod) in der Zeit von 1349 bis 1351 macht die europäische Geschichte einige krisenhafte Entwicklungen, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang (Wüstung, Pest) führen, aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftstruktur, die allmählich zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts). Siehe auch Hauptartikel: Spätmittelalter.

Ende des Mittelalters

Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man im Allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Entdeckung insbesondere der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle rund um die Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert anzusiedeln. Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) wird als ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht nur eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, weil mit dem Untergang des Byzantinischen Reiches das letzte lebendige Überbleibsel der Antike unterging. Des Weiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Wege erkundeten. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt – zumindest war es das erste Mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde. Auf musikalischem Gebiet ist das Ende des Mittelalters am besten mit der Umstellung von Quint-Oktavklängen zu terzhaltigen Harmonien zu bestimmen. Die englischen Komponisten waren hier sehr früh (Anonymus 4 spricht bei dieser Entwicklung auf dem Kontinent sogar direkt von englischem Einfluss); vor allem Dunstable ist hier zu nennen. Ab ca. 1430 lässt sich dieser Wandel in Italien dingfest machen, wobei terzhaltige Klänge nicht sofort die reinen Intervalle als Ruhepole der Komposition ablösten und vor allem am Schluss einer Komposition das ganze 15. Jahrhundert hindurch noch der Klang ohne Terz bevorzugt wurde.

Der Begriff Mittelalter

Der Begriff Mittelalter, erstmals im 14. Jahrhundert von italienischen Humanisten benutzt, hatte schon von Beginn an eine negative Bedeutung, weil sie das Mittelalter als „dunkle“ Epoche zwischen der Antike und ihrer Zeit ansahen, in der antike Traditionen wiedergeboren wurden. Aber erst im 17. Jahrhundert wurde diese Einteilung endgültig vorgenommen. Demnach begann das Mittelalter mit dem Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476 und endete mit der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 durch die Osmanen. Im Englischen spricht man für den Zeitraum nach Ende der römischen Besatzung bis etwa zur Zeit König Alfreds von Wessex, also für die Zeit der Einwanderung der Angeln, Sachsen und Jüten, aufgrund der mangelhaften schriftlichen Quellen von „The Dark Ages“. Noch heute bezeichnen wir eine Denkweise als „mittelalterlich“, wenn wir sie als starr und veraltet kritisieren wollen. Auch die umgangssprachliche Wendung „Rückkehr ins Mittelalter“ ist negativ besetzt. In der Romantik wurde das Mittelalter allerdings auch wieder positiver gesehen, teilweise auch systematisch verklärt. In der modernen Forschung werden die originären Leistungen des Mittelalters und die wenigstens teilweise vorhandene Kontinuität der antiken Kultur betont. Der bekannte und angesehene französische Mediävist Jacques Le Goff betonte erst jüngst die Geburt Europas im Mittelalter.

Sonstiges

In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ca. 1200 bis ca. 1600 als Mittelalter bezeichnet. Diese Epoche zeichnete sich durch eine starke Dominanz des Buddhismus und des Feudalismus aus.

Siehe auch


- Portal:Mittelalter

Literatur

Wichtige Quellen sind im großen Umfang gesammelt in der Monumenta Germaniae Historica. Siehe auch die dt.-latein. Ausgaben der Freiherr-vom-Stein Gedächtnisausgabe (FSGA). Wichtige Quellen stellen u.a. neben der Geschichtsschreibung auch Constitutionen und andere Aktenquellen sowie Regesten dar. Eine hervorragende Bibliographie findet sich [http://www.histsem.uni-bonn.de/proseminar/lsma15.htm hier (erstellt vom Historischen Seminar der Uni. Bonn)] sowie [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/tutorium/literatur/literatur.htm hier (Uni. Tübingen; umfangreiche Liste mit Quellen- und Literaturangaben)]. Ansonsten sei auf die Angaben im Lexikon des Mittelalters oder den Bibliographien der unten aufgeführten Werke verwiesen.

Nachschlagewerke


- The New Cambridge Medieval History, Cambridge 1995 ff. Noch im Entstehen begriffen, mit hervorragender Bibliographie.
- Lexikon des Mittelalters, 9 Bde., Ausgabe des dtv-Verlags, München 2002 (in Hardcover München-Zürich 1980-1998). Grundlegendes Werk

Sekundärliteratur


- Hartmut Boockmann: Einführung in die Geschichte des Mittelalters, mehrere Neuauflagen, München 2001. Wohl die beste strukturelle Einführung ins Mittelalter, mit guten bibliographischen Angaben.
- Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter, Frankfurt/M., Berlin 1988 ISBN 3-548-34004-0
- Arno Borst: Barbaren, Ketzer und Artisten: Welten des Mittelalters, München 1988 ISBN 3-492-03152-8
- Fischer Weltgeschichte, Mittelalter und frühe Neuzeit (4 Bände) ISBN 3596507324
- Horst Fuhrmann: Einladung ins Mittelalter, Verlag C. H. Beck, München 1987 ISBN 3-406-32052-X
- Horst Fuhrmann: Überall ist Mittelalter : von der Gegenwart einer vergangenen Zeit, Verlag C. H. Beck, München 1996 ISBN 3-406-40518-5
- Friedrich Heer: Mittelalter. Von 1100 bis 1350, Zürich 1964

Weblinks


- [http://www.erlangerhistorikerseite.de/ma_resso.html Virtuelle Bibliothek – Geschichte / Mittelalterliche Geschichte (Internet-Ressourcen der Erlanger Historikerseite)]
- [http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter/indexstart.htm Historisches Seminar der Universität Tübingen, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte (zahlreiche Links und Materialsammlungen)]
- [http://netzwerk.wisis.de/text/42.htm Mittelalter - SUSAS Netzwerk für Wissensweitergabe - Ausführliche Texte und zahlreiche Erklärungen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Ereignisgeschichte]
- [http://www.genealogie-mittelalter.de/ Genealogie Mittelalter] Mittelalterliche Genealogie im Deutschen Reich bis zum Ende der Staufer
- DER SPIEGEL: [http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,381627,00.html Wie die Erde zur Scheibe wurde] - das Bild vom rückständigen Mittelalter als moderner Mythos !Mittelalter Kategorie:Zeitalter ja:中世 simple:Middle Ages

Thora

Thora ist
- eine andere Schreibweise für Tora (heilige Schrift des Judentums)
- der Name eines Asteroiden, siehe Thora (Asteroid)
- weiblicher Vorname. Weibliche Form des nordischen Gottes Thor

Bibel

und Menora.]] Menora, 1550 - die erste dänische Übersetzung - in 3000facher Auflage]] Weiterführende Informationen und Themen rund um die Bibel sind auch im Portal:Bibel zu finden. Die Bibel ist eine in etwa 1.400 Jahren entstandene Sammlung von Schriften, die für das Judentum und das Christentum Gottes Offenbarung enthalten und Urkunden ihres Glaubens sind. Es handelt sich dabei um unterschiedliche redaktionelle Zusammenstellungen von "Büchern" (griechisch: biblia) aus dem Kulturraum Palästinas und des Vorderen Orients, die bis zum 2. Jahrhundert zuerst von Juden, dann auch von Christen als "Heilige Schrift" kanonisiert wurden. Die jüdische, ursprünglich überwiegend in Hebräisch abgefasste Bibel ist der Tanach, bestehend aus drei Hauptteilen: der Tora, den Propheten und den "Schriften" (Ketubim). Diese bilden in anderer Anordnung und geringfügig anderem Umfang als Altes Testament auch den ersten Hauptteil der christlichen Bibel, den hier das zuerst in Griechisch abgefasste Neue Testament ergänzt. In dieser Form ist die Bibel das am weitesten verbreitete und häufigsten publizierte schriftliche Werk der Welt.

Die Begriffe "Bibel" und "Heilige Schrift"

Das Wort "Bibel" stammt vom griechischen Neutrum βιβλíoν, das "Papyrusrolle" bedeutet. Der Wortstamm Biblion ist von bíblos oder býblos abgeleitet und bedeutet "Papyrusstaude" oder "Papyrusbast": So hieß auch die phönizische Hafenstadt Byblos, die in der Antike ein Hauptumschlagplatz für Bast war, dem Rohstoff zur Herstellung der Papierrollen. Der Plural biblia ("Schriftrollen, Bücher") wurde später irrtümlich als Singular eines lateinischen Femininums aufgefasst. Zugleich wurde das Wort synonym mit dem ebenfalls weiblichen Ausdruck "Heilige Schrift" (griech. hagia graphae) verstanden. Insofern trifft die populäre Bezeichnung "Buch der Bücher" zu. Im Judentum wie im Christentum gilt diese Schriftsammlung als Offenbarungszeugnis Gottes und hat daher für die gesamte Religionsausübung normativen Charakter. Dies zeigen die bei ihrer Zusammenstellung wirkenden Redaktionen und späteren Kanonisierungen ebenso wie ihre Bezeichnungen als "Wort Gottes" oder "Heilige Schrift". Von Ausnahmen wie der zeitweise im Katholizismus und lutherischer Orthodoxie gültigen Verbalinspiration abgesehen, wird die Bibel jedoch in den meisten Religionsgemeinschaften, die sich auf sie beziehen, nicht direkt und vollständig als Ergebnis göttlicher Eingebung oder göttlichen Diktats aufgefasst, sondern als menschliches und daher irrtumsfähiges Zeugnis, das Gottes Offenbarungen enthält, reflektiert und weitergibt. Diese schriftliche Überlieferung ist jedoch gegenüber ihrem Inhalt nicht beliebig und wurde daher auf verschiedene Weise vor Verfälschung und Erweiterung zu schützen versucht. Für das Judentum ist primär die Tora, darin vor allem der Bundesschluss am Sinai "Wort Gottes" und damit der "Kanon im Kanon". Für Christen ist die Person Jesus Christus das eigentliche, maßgebende, alle äußeren Worte erhellende Zentrum der ganzen Bibel. Mit der Kanonisierung des Neuen Testaments entschied die Kirche zugleich, grundsätzlich auch die heiligen Schriften des Judentums bleibend als "Wort Gottes" anzuerkennen und aufzunehmen. Die Interpretation beider "Testamente" ist hier wechselseitig aufeinander angewiesen, wobei Tod und Auferstehung Jesu Christi das Hauptkriterium bleiben. Aber auch dessen Verständnis unterscheidet sich zwischen den christlichen Konfessionen. Für Katholiken ist die Überwindung der Erbsünde durch Jesu stellvertretendes Sühneopfer, daraufhin das Zusammenwirken von menschlicher Bemühung und Gottes Gnadenangebot (Synergismus) zentraler Inhalt der biblischen Zeugnisse von Gott. Protestanten finden die "Mitte der Schrift" im Anschluss an Martin Luther dagegen im reinen Gnadengeschenk Jesu Christi ohne jedes eigene Zutun. Für liberale Theologie ist dagegen oft das menschliche Vorbild des historischen Jesus und die eigene religiöse Erfahrung Maßstab der Schriftauslegung. Manche Evangelikalen und Freikirchen vor allem in den USA schreiben der Bibel auch heute noch eine "Irrtumsfreiheit" (Inerrancy) zu und reagieren damit auf die als Angriff auf die Glaubensgrundlagen empfundene historische Bibelkritik seit der Aufklärung. Diese Richtungen werden oft als Biblizismus oder christlicher Fundamentalismus eingeordnet. Dabei besteht z.T. die Gefahr, daß die Bibel selbst gott-ähnlichen oder fetisch-artigen Charakter erhält.

Die jüdische Bibel

Die Bibel des Judentums heißt "Tenakh" oder "Tanach". Sie wurde in hebräischer Sprache, kurze Passagen auch in aramäischer Sprache verfasst und besteht aus den drei Teilen:
- Tora (hebr. "Lehre") oder Pentateuch, die fünf Bücher Mose
- Nebiim (hebr. "Propheten")
- Ketubim (hebr. "Schriften"). Der Begriff Tanach setzt sich aus den hebräischen Anfangsbuchstaben dieser drei Hauptteile zusammen. Ihre Sammlung, schriftliche Fixierung und redaktionelle Überarbeitung verlief über mehr als tausend Jahre bis zum Abschluss des jüdischen Kanons um 135 n. Chr.

Die Tora

Der erste Hauptteil besteht aus den fünf Büchern Moses, die auch Pentateuch ("Fünf Buchrollen") genannt werden. Die Einteilung beruhte darauf, dass der Umfang unmöglich auf einer antiken Buchrolle Platz fand, erfolgte aber auch nach inhaltlichen Gesichtspunkten: Jedes der Bücher hat einen klaren Anfang und eine deutliche Zäsur am Ende. Der Begriff "Tora" bedeutet "Weisung" und bezieht sich nicht nur auf die jüdischen religiösen und profanen Gesetze im engeren Sinn - diese sind Hauptinhalte des 2. und 3. Buchs Mose -, sondern auf die gesamte, seit der Schöpfung geoffenbarte Lebensordnung für das erwählte Volk Gottes. Die Einzelbücher heißen im Hebräischen nach ihren ersten Worten; in der Kirchensprache Latein, die darin der griechischen Bibelübersetzung folgte, bezeichnen sie das Hauptthema des jeweiligen Buchs:
- Bereshit ("Im Anfang") / Genesis ("Schöpfung, Ursprung")
- Schemot ("die Namen") / Exodus ("Auszug")
- Wajikra ("Und Gott rief") / Levitikus ("Priesterschrift")
- Bemidbar ("In der Wüste") / Numeri ("Zahlen")
- Debarim ("die Worte") / Deuteronomium ("zweites Gesetz"). Die Tora umfasst demnach die Geschichte der Welt und des Gottesvolks Israel als Heilsgeschichte, beginnend mit der Schöpfung (Siehe auch:Wiege der Menschheit) und den Geschichten der Erzväter, dem Auszug Israels aus Ägypten, der Gesetzgebung unter Mose und dem Zug ins verheißene Land. Sie wurde wohl schon im 6. vorchristlichen Jahrhundert kanonisiert. Ihre ältesten Stoffe entstanden im Verlauf von Wanderungsbewegungen von Nomaden im Zweistromland und aus Ägypten, die seit etwa 1200 v. Chr. in das Kulturland Kanaan einsickerten und dort sesshaft wurden. Sie wurden über Jahrhunderte zunächst mündlich tradiert; ihre Verschriftung und Zusammenstellung begann erst um 1000 v. Chr., nachdem aus dem losen Stämmebund verschiedener Hebräer ein Staatswesen nach dem Vorbild antiker Monarchien geworden war.

Die Propheten

Als "Propheten" gelten im Judentum die angenommenen Autoren folgender Bücher:
- Josua,
- Richter,
- Samuel (ein Buch),
- Könige (ein Buch),
- Jesaja,
- Jeremia,
- Hesekiel,
- das Zwölfprophetenbuch. Die ersten vier dieser Bücher erzählen die Geschichte Israels vom Tod des Mose, der Landverteilung an die Stämme bis zum Ende der beiden Staaten Israel und Juda und der Zerstörung des 1. Jerusalemer Tempels (586 v. Chr.). Sie werden im Christentum nicht zu den Propheten gezählt, sondern als "Geschichtsbücher" betrachtet. Die folgenden drei "großen" Propheten sind nach Analogie der drei Erzväter jeweils einem Buch zugeteilt; die übrigen "kleinen" Propheten sind als Analogie zu den zwölf Söhnen Jakobs, den angenommenen Stammvätern der Stämme Israels, in zwölf Bücher eingeteilt. Das erste Prophetenbuch betont gleich zu Beginn (Jos 1,5) die Unterordnung des Josua unter die Autorität des Mose; Maleachi schließt als letzter der zwölf kleinen Propheten mit der erneuten Rückbindung an das mosaische Gesetz. Diese Hierarchie gilt also für alle Propheten, die demgemäß erst recht spät kanonisiert wurden: frühestens im 4. Jahrundert v. Chr. nach der Abspaltung der Samaritaner, für die allein die Tora "Wort Gottes" blieb. Andererseits betont die ganze Prophetie die Offenheit der Geschichte Israels für eine ganz neue, noch nicht offenbar gewordene Zukunft. Das Phänomen der prophetischen Zukunftsverheißung, die die ganze Schöpfung in Gottes Geschichte mit dem erwählten Volk einbezieht und ihre radikale Erneuerung thematisiert, ist ein Hauptmerkmal des Judentums im Unterschied zu anderen antiken Religionen. Sie setzte sich in der Zeit Jesu von Nazarets mit dem Auftreten Johannes des Täufers fort.

Die Schriften

Zu den "Schriften" (Ketuvim) des Tanach gehören:
- Psalmen
- Hiob
- Sprüche Salomos
- Ruth
- das Hohe Lied
- Kohelet (Prediger)
- Klagelieder (im christlichen Alten Testament zum Propheten Jeremia gehörig)
- Ester
- Daniel (im AT als eigenes Prophetenbuch)
- Esra
- Nehemia
- Chronik (zwei Bücher). Es handelt sich um Werke, in denen eher die Menschen reden als Gott. Sie sind alle nach dem Exil und später entstanden als die vorherigen "klassischen" Propheten, überwiegend ab 200 v. Chr.. Einige sind vor oder parallel zu den zwölf kleinen Propheten entstanden. Dennoch ist ihre theologische Bedeutung diesen nachgeordnet. Ihre Kanonisierung geschah spät, für das Buch Daniel erst 135 n. Chr. mit dem Abschluss des Tanach. Nur fünf dieser Bücher werden als "Festrollen" im Synagogengottesdienst verlesen und sind wichtigen Festen des Judentums zugeordnet:
- Ruth: Wochenfest
- Hohes Lied: Pessach
- Kohelet: Laubhüttenfest
- Klagelieder: Gedenktag derTempelzerstörung
- Ester: Purimfest. Auch dieser dritte Hauptteil bezieht sich betont am Anfang auf die Tora (Ps 1,1): :Wohl dem, der nicht im Rat der Gottlosen wandelt, ... sondern hat Lust zur Weisung des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. Das zweite Chronikbuch endet mit dem Ausblick auf den Neubau des Tempels und die Anerkennung JHWHs als Herrn der ganzen Erde: Auch hier ist Israels Zukunftsperspektive untrennbar mit der Weltgeschichte verknüpft.

Die christliche Bibel

Das Alte Testament (AT)

Alle kanonischen Schriften des jüdischen Tanach haben - wenn auch in teilweise anderer Reihenfolge - Eingang in das christliche "Alte Testament" gefunden. Angesichts dieser Gemeinsamkeit mit dem Judentum wird christlicherseits inzwischen statt vom "Alten Testament" auch die Bezeichnung "Erstes Testament" verwendet, um der Vorstellung einer Vorrangstellung des späteren "Neuen Testaments" vor dem "Alten Testament" entgegenzutreten, die in der Geschichte der Judenmission und des christlichen Antijudaismus ("Oremus et pro perfidis Judaeis", "Lasset uns auch beten für die treulosen Juden", Karfreitagsliturgie bis 1970) oft die ideologische Grundlage für Pogrome darstellte. Heute stimmen fast alle christlichen Konfessionen darin überein, dass beide Teile gleichberechtigt zum Bestand der christlichen Bibel gehören. Im Unterschied zum jüdischen Verständnis gesteht die christliche Theologie dem Tanach aber weiterhin keine eigenständige Autorität zu, sondern interpretiert den Pentateuch aus der Perspektive der christlichen Heilsgeschichte, in der der zweite Bund ("Neues Testament") den ersten aufhebe und/oder erfülle.

Das Neue Testament (NT)

Das "Neue Testament" entstand in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. im jüdisch-christlichen Umfeld. Es ist fast durchgängig in griechischer Sprache, genauer: in der so genannten Koine verfasst. Es enthält in den Evangelien einige aramäische Begriffe, Aramäisch war die damalige Umgangssprache in Palästina und zeitweise lingua franca des antiken Nahen Ostens. Das Neue Testament besteht aus:
- erzählenden Schriften
  - vier Evangelien
  - die Apostelgeschichte
- belehrender Briefliteratur
  - Paulusbriefe
  - Brief an die Hebräer
  - Katholische Briefe
- einer prophetischen Vision
  - Offenbarung des Johannes (Apokalypse). Die Zugehörigkeit der vorgenannten Schriften zum "Neuen Testament" ist in allen christlichen Religionsgemeinschaften unumstritten (mit Ausnahme der Syrisch-Orthodoxen, die einige davon nicht anerkennen; die Offenbarung des Johannes wird auch bei den anderen Orthodoxen nicht öffentlich verlesen). Das "Neue Testament" erzählt in den Evangelien von Jesus von Nazaret, der als Christus bezeichnet wird, und in der Apostelgeschichte von den Anfängen der Kirche. Dabei wird der überwiegende Teil des Erzählstoffes unter Aufnahme und in Auseinandersetzung mit den Erfahrungen des Volkes Israel und unter Verwendung alttestamentlicher Themen und Bilder dargestellt. In den Briefen versuchen die Autoren, Antworten auf Glaubensfragen zu geben, das Leben in den neuen Gemeinden zu organisieren und auf anstehende Probleme in den Gemeinden zu reagieren, oder den Christen ihrer Zeit mit mahnenden und tröstenden Worten zur Seite zu stehen.

Das Verhältnis von Altem und Neuen Testament

Das Christentum nennt die bereits lange vor seiner Entstehung vorliegende jüdische Sammlung heiliger Schriften Altes Testament (AT) im Gegenüber zum Neuen Testament, das die um 180 kanonisierten Schriften des Urchristentums umfasst. Der lateinische Begriff testamentum übersetzt den griechischen Ausdruck diatheke, der seinerseits das hebräische berith (Bund, Verfügung) übersetzt. Er meint nicht wie in der antiken Umwelt ein zweiseitiges Vertragsverhältnis, sondern eine einseitige unbedingte Willenserklärung. Dies bezieht sich im Tanach auf Gottes heilsstiftende Taten und Bekundungen in der menschlichen Geschichte, besonders auf den Bundesschluss Gottes mit dem ganzen Volk Israel am Berg Sinai nach der Offenbarung der Gebote (Exodus 24). Ihm gehen Gottes Schöpfungsbund mit Noah (Genesis 9), die Berufung Abrahams zum "Vater vieler Völker" (Genesis 12) und der Bund mit Moses zur Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei voraus (Exodus 3). Zudem wird in der Prophetie des Tanach ein "neuer Bund" verheißen (Jeremia 31), der alle Völker einbeziehen werde (Joel 4). Für Christen hat sich diese Verheißung in Jesus Christus als dem fleischgewordenen Wort Gottes erfüllt. In seinem Tod und seiner Auferstehung wurde für sie Gottes "letzter Wille" offenbar. Damit wurde Gottes Bund mit dem erwählten jüdischen Gottesvolk für die Urchristen aber nicht ersetzt, sondern erfüllt und so endgültig bekräftigt. Beide "Testamente" liegen als Gottes endgültige Offenbarung in verbindlicher Schriftform vor und beanspruchen über Jesu Tod hinaus unbedingte Geltung. Die Gegenüberstellung von "altem" und "neuem" Bund ist besonders auf die Zentraldaten beider Religionen bezogen: den Exodus Israels, die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Sie werden gemeinsam als jene Taten Gottes aufgefasst, in denen er sein volles Wesen zeigt. Sein letzter Wille widerspricht seinem ersten Willen nicht, sondern bestätigt und erneuert ihn für die ganze Welt. In der Kirchengeschichte wurde der Begriff "Altes Testament" jedoch bis 1945 fast nur als Herabsetzung gedeutet: Das Judentum galt als veraltete, überholte, zum Untergang bestimmte Religion. Die Gesetzesoffenbarung Gottes am Sinai sei vom Selbstopfer Jesu Christi auf dem Hügel Golgota abgelöst worden. Gott habe Israel "enterbt" und den Christen die Verheißungen übergeben, so dass Heil nur noch in der Kirche liege. Wegen der fatalen Folgen dieser antijudaistischen Abwertung des Tanach bis hin zum Holocaust wird der Begriff "Altes Testament" heute von den Großkirchen und vielen Theologen zwar nicht aufgegeben, aber als "Erstes Testament" übersetzt. Um Vorrang und Weitergeltung des lebendigen Bundes Gottes mit seinem Volk Israel zu betonen und die traditionelle Diskriminierung und religiöse Enteignung des Judentums zu überwinden, verwenden viele Christen auch die Bezeichnung "Hebräische" oder "Jüdische Bibel" oder "Hebräisch-Aramäische Schriften". Gleichwohl weicht deren inhaltliche Deutung in beiden Religionen, aber auch zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen voneinander ab. So haben nicht alle Teile der Tora für Christen denselben Rang und die gleiche Gültigkeit wie für Juden, da sie in ihrem Glauben durch Jesus Christus bereits erfüllt, auf die Gottes- und Nächstenliebe konzentriert und so relativiert wurden. Für Christen spielt auch die mündliche Tora-Auslegung (Halacha) keine Rolle, die im Talmud fixiert wurde und im Judentum nahezu gleichrangig mit der Tora tradiert wird. Erst in neuerer Zeit hat die von der Judaistik lernende neutestamentliche Forschung wiederentdeckt, dass Jesu eigene Verkündigung zu weiten Teilen eine Form der Halacha im Dialog mit anderen damaligen jüdischen Gruppen war. Dabei wird die traditionelle Deutung etwa der Bergpredigt als "Aufhebung" der Tora, die jüdische Gebote wie das Ius talionis ("Auge um Auge") außer Kraft setze bzw. auf allgemeingültige Normen hin transzendiere, heute vielfach als von christlichen Vorurteilen bestimmte Fehldeutung angesehen (siehe dazu Feindesliebe).

Entstehung

Textgeschichte

Antike Handschriften waren mit ruß- und harzhaltiger Olivenöl-Tinte auf Papyrus- oder Leder-Rollen notiert. Eine Rolle konnte nur begrenzte Inhalte aufnehmen. Die älteste noch erhaltene Gesamtrolle eines biblischen Buches ist die 7,5 Meter lange Jesajarolle aus Qumran, um 180 v. Chr. entstanden. Von weiteren Büchern des Tanach aus dieser Zeit existieren vielfach nur noch Fragmente. Im 1. Jahrhundert n. Chr. entstand der Pergamentkodex, in dem sich mehrere Buchrollen zusammenfassen ließen. Reste von Papyruskodices mit griechischen alt- und neutestamentlichen Texten stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert: Der älteste existierende Text des NT überhaupt ist der Papyrus P52 mit einem Fragment aus dem Johannesevangelium, entstanden um 120. Der hebräische Tanach war in Teilen bereits seit etwa 250 v. Chr. in Alexandria in die griechische Verkehrssprache, die Koine, übersetzt worden und wurde um 100 n. Chr. abgeschlossen. Die Ausbreitung des Christentums trug entscheidend zur Bewahrung dieser sogenannten Septuaginta bei. Ihre ältesten vollständigen Texte, die zugleich auch das ganze NT enthalten, sind der Codex Sinaiticus und der Codex Vaticanus aus dem 4. Jahrhundert, dicht gefolgt vom Codex Alexandrinus aus dem 5. Jahrhundert. Auf sie geht auch die lateinische Übersetzung des Hieronymus, Grundlage der Vulgata der römisch-katholischen Kirche, zurück. Mit der endgültigen Kanonisierung des Tanach um 135 ergab sich die Notwendigkeit einer einheitlichen Fassung und Vokalisierung des hebräischen Konsonantentextes. Damit begann die 1000jährige Arbeit der Masoreten. Auf ihrer Textvereinheitlichung beruhen die ersten vollständigen hebräischen Bibelhandschriften des Mittelalters, allen voran der Codex Petropolitanus von 1008. Diese hebräische Version des Tanach galt seit der Renaissance als gemeinsame Urform aller späteren Bibelübersetzungen. Sie liegt der Bibelübersetzung des Erasmus von Rotterdam und damit auch dem Alten Testament der Lutherbibel zugrunde. Die Auffindung ausrangierter Bibelfragmente in der Synagoge von Kairo um 1850, vor allem aber der Schriftrollen vom Toten Meer (1947 - 1956 und 1961) brachte die Annahme eines einheitlichen hebräischen "Urtextes" vollends zum Einsturz: Vor und nach seiner Kanonisierung existierten mehrere voneinander abweichende Textvarianten des Tanach parallel zueinander, neben der Septuaginta vor allem der Samaritanische Pentateuch aus dem 4. Jahrhundert v. Chr.. Die neuen Schriftfunde bestätigten aber auch die große Übereinstimmung der masoretischen Versionen mit den älteren hebräischen Bibeltexten. Diese Disziplin bei der Textüberlieferung geht auf ein Gebot in der Tora selbst zurück: In 5. Mose 4,2 und 12,32 wird streng untersagt, Gottes Wort etwas hinzuzufügen oder wegzunehmen. Die Annahme eines Primärtextes hat historische Textkritik jedoch unwiderruflich widerlegt: Hinter allen bekannten Textfassungen der Bibel und den meisten ihrer Einzelschriften stehen eine Vielzahl von Verfassern und Redaktoren, die an der Überlieferung mitwirkten. Die gemeinsame Version der Masoreten stand erst am Ende, nicht am Anfang dieses Traditionsprozesses. Siehe auch Textgeschichte des Neuen Testaments

Verschiedene Kanonisierungen

Das lateinische Wort "Kanon" bedeutet "Richtschnur" oder "Richtmaß" und meint hier die festgelegte Anzahl der Bücher, die in einer bestimmten religiösen Gemeinschaft als heiliges Wort Gottes gelten. Mit einer gewissen Eigendynamik tendierte die Sammlung von Schriften mit autoritativem theologischen Anspruch zu einem verbindlichen Abschluss ihres Umfangs und ihrer Inhalte. Diesen Prozess nennt man "Kanonisierung". Deren Anfänge lagen in der vorexilischen Königszeit der Reiche Israel und Juda: So berichtet 1. Kön 22 von der Auffindung eines "Gesetzbuchs" im Jerusalemer Tempel, das den judäischen König Josia 621 v. Chr. zu einer jahwistischen Kultreform und Abschaffung des Synkretismus veranlasst haben soll. Gemeint war das Deuteronomium (5. Buch Mose), das seinerseits in vieler Hinsicht die Gebotsoffenbarung am Sinai (2.-3. Buch Mose) aktualisierend wiederholt. Spätestens seit dem Wiederaufbau des Tempels 539 v. Chr. war die Tora als erster und wichtigster Teil des Tanach kanonisch; für die Samaritaner bildete sie bei ihrer Abspaltung im 4. Jahrhundert v. Chr. das einzige, maßgebende Gotteswort. Das Neue Testament setzt bereits den ganzen Tanach als verbindliche Basis des jüdischen Gottesdienstes voraus, etwa bei Jesu Antrittspredigt in Nazaret, die nach Lk 4,14-21 mit einer Lesung der "Schrift" begann. Vom "Gesetz" ist oft im Zusammenhang mit Tora-Auslegungen Jesu die Rede, etwa zu Beginn der Bergpredigt. Dort wird die kanonische Geltung der Tora bis zur Parusie bekräftigt (Mt 5,18): :Wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis alles geschieht. Häufig werden "Gesetz und Propheten" als Kürzel für die Gesamtheit der biblischen Überlieferung vom Bundeswillen Gottes genannt. Auch eine dreigliedrige Form des Tanach wird im Mund des Auferstandenen für die Christen verbindlich gemacht (Lk 24,44): :Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Der Tanach wurde nach der zweiten Zerstörung des Jerusalemer Tempels 70 und der Niederlage im letzten jüdischen Krieg gegen die Römer 135 endgültig kanonisiert. Er umfasste laut Flavius Josephus 22 Bücher wie das hebräische Alphabet, laut des außerkanonischen 4. Esrabuchs dagegen 24 Bücher (2 mal 12 wie die Zahl der Stämme Israels). Dabei wurden aber nur dieselben Schriften verschieden zusammengelegt. Der Kanon der Septuaginta enthielt zudem die Bücher Judit, Tobit, Erweiterungen der Bücher Ester und Daniel, die beiden ersten Makkabäerbücher, den Propheten Baruch, die Weisheit Salomos und das Buch Jesus Sirach. Diese zusätzlichen Schriften nennt man heute besonders im evangelischen Raum oft "deuterokanonisch". Sie gelangten nicht in den Kanon des Tanach, wanderten aber durch ihre lateinische Übersetzung in die lateinische Vulgata ein. Der katholische AT-Kanon enthält demnach 46 Bücher, der orthodoxe noch mehr. Sein Umfang ist dennoch zu 90% deckungsgleich mit der Hebräischen Bibel. Das Neue Testament umfasste zur Zeit seiner Kanonisierung (um 180) 27 griechische Einzelschriften, davon 4 Evangelien und 21 Briefe. Alle zusammen erreichen insgesamt nur ein Viertel des Umfangs des Alten Testaments. Martin Luther übernahm mit seiner Übersetzung des Tanach auch dessen Kanon, den er in 39 Bücher einteilte. So erlangte dieser auch im Protestantismus Gültigkeit. Die evangelische Gesamtbibel umfasst also 66 Bücher, wobei sich das evangelische AT nur nach Anordnung und Aufteilung vom Tanach unterscheidet. Zwar übersetzte Luther auch die weiteren Schriften der Septuaginta und hängte sie seiner Bibelübersetzung an, bewertete sie aber als geheime "Apokryphen" und menschliche Bücher: so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nützlich und gut zu lesen sind. Den Begriff "Apokryphen" reserviert man heute dagegen meist für die aus dem NT-Kanon ausgegrenzten christlichen, von fast keiner Kirche anerkannten Schriften. Die katholischen, orthodoxen und evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als norma normans. Der Theologe Dietrich Kuessner formuliert ([http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/kvu109/Auseinandersetzung.rtf]): :Das Bekenntnis ist im Verhältnis zur Bibel nachgeordnet, eine bereits von der Schrift geprägte Norm (norma normata). Demnach haben sich alle Glaubensäußerungen, Bekenntnisschriften und Dogmen an der Bibel zu messen. In ihnen darf theoretisch nichts geregelt sein, was dem biblischen Zeugnis widerspricht. Dennoch wird das Verhältnis der Bibel zur folgenden kirchlichen Tradition konfessionell verschieden gesehen: In der katholischen Kirche ist das päpstliche Lehramt die maßgebende, letztlich alleinige Autorität zur Auslegung der Schrift. Damit wird aus evangelischer Sicht ein nicht biblisch begründetes Amt der Bibelauslegung übergeordnet. Hier gibt es faktisch keine einheitliche Lehre, da die Schriftauslegung Sache des Einzelgewissens bleibt. In allen auf die Bibel bezogenen jüdischen oder christlichen Konfessionen und Denominationen haben Glaubensbekenntnisse, Liturgie und andere mündliche oder schriftliche Traditionen eine wichtige Bedeutung für ihr Selbstverständnis. In der katholischen Tradition sind etwa die Apostolischen Väter, die bereits im 3. Jahrhundert fast kanonische Bedeutung hatten, neben der Bibel wesentlich. Aber nur einige christliche Sekten wie die Mormonen und Christliche Wissenschaft setzen ihre Bekenntnisse der Bibel gleich. Im Judentum wird das Verhältnis zwischen Tanach und Tradition, vor allem in Gestalt von Mischna und Talmud, ähnlich betrachtet wie im Katholizismus, obwohl es auch hier wie im Protestantismus kein autoritatives Lehramt, sondern faktisch Pluralismus der Bibelauslegung gibt.

Geschichte oder Mythos

In der Diskussion, inwiefern die biblischen Erzählungen als historische Berichte gelten können, treffen verschiedene Auffassungen aufeinander.
- Ein großer Teil der evangelikalen Bewegung begreift die Bibel als Geschichtsbuch und betont, dass "die Bibel absolut irrtumslos und unfehlbar" sei (Johannes Vogel, Breckerfeld; in: idea-Pressedienst 46/004). Dabei gibt es divergierende Positionen: Die "Chicago Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift" von 1978, betont, "daß die Schrift in ihrer Gesamtheit irrtumslos und damit frei von Fehlern, Fälschungen oder Täuschungen ist" (zitiert nach idea-Pressedienst 25/2003); dies umfasse auch naturwissenschaftliche Aussagen (Biblischer Fundamentalismus). Weitaus verbreiteter ist die Meinung, dass die Bibel als Gottes Wort hinsichtlich ihrer Glaubensaussagen und der Fragen zur Lebensführung unfehlbar sei.
- Die historisch-kritische Exegese geht davon aus, dass die Texte der Bibel nur vor ihrem historischen Hintergrund und unter Berücksichtigung ihrer literarischen Form verständlich sind. Die Bibel erzähle nicht Geschichte, sondern Heilsgeschichte. Der historische Gehalt der biblischen Erzählungen wird in ihren verschiedenen Teilen sehr unterschiedlich beurteilt. Speziell die Methoden der (nichttheologischen) Literar- und Formkritik sowie allgemein die Methoden der historischen Forschung dienen hierzu als Hilfsmittel. Insbesondere wird biblischen Texten, die nicht beanspruchen, historische Tatsachen zu berichten, nicht unterstellt, Geschichte erzählen zu wollen. Anderen Teilen der Bibel wird hingegen relativ hohe geschichtliche Zuverlässigkeit zugeschrieben. Eine Sonderstellung nehmen die Evangelien ein. Sie beanspruchen nicht, Geschichtswerke zu sein oder Fakten aus dem Leben Jesu zusammenzutragen, sondern verstehen sich als Frohe Botschaft. Ihr Ziel ist, den Glauben an den auferstandenen Jesus Christus zu bezeugen. Den Evangelien sei zwar historisch zuverlässiges Material zu entnehmen, wichtiger aber sei es, die Glaubensbotschaft der Evangelien verständlich und lebendig zu machen.
- Nichttheologische Historiker verstehen die Bibel als ein literarisches Werk. Gattungsgeschichtlich gehören die Texte in die literarischen Kategorien des Mythos, der Sagen, Gleichnisse, Parabeln, Gedichte, Briefe und Geschichtsschreibung. Die Texte stellen eine wertvolle Quellensammlung für die Erforschung ihrer jeweiligen Entstehungszeit dar. Die Historizität der Erzählungen selbst wird als relativ gering eingeschätzt.
- Weniger weit verbreitet ist der Glaube, bei der Bibel handele es sich um ein magisches Buch, mit welchem wichtige Ereignisse in der Zukunft vorhergesehen werden könnten. Manche Menschen haben einige Zeit ihres Lebens damit verbracht den vermuteten Bibelcode zu entschlüsseln, um an die geheimen Botschaften zu gelangen. Bislang ist die Existenz eines solchen Codes nicht bewiesen.

Übersetzungen

Während die Orthodoxen Kirchen schon früh Bibeln in der Landessprache verwendeten, war für die katholische Kirche praktisch seit dem Altertum die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus, die so genannte Vulgata maßgebend, auch wenn immer wieder Bibeln in die Volkssprache übersetzt wurden. So übersetzte im 4. Jahrhundert bereits der gotische Bischof Wulfila die Bibel ins Gotische, und erstellte die nach ihm benannte Wulfilabibel. Wulfila war allerdings nicht katholisch. Auch die Vulgata selbst war ursprünglich eine Übersetzung in die Volkssprache, als sie entstand war Latein ja noch Umgangssprache. Die Wandlung des Lateinischen zu den romanischen Sprachen machte die westliche Bibel dann allerdings nicht mehr mit, und auch in den germanischen und keltischen Gebieten Westeuropas wurde die Bibel nur auf Lateinisch gelehrt. Im Spätmittelalter entstand eine Reihe von deutschen Bibelübersetzungen. Besonders die Reformatoren, aber auch schon einige ihrer Vorläufer (Petrus Waldes, John Wycliff) sahen den direkten Zugang zur Bibel in der Landessprache als wesentlich für den christlichen Glauben an. Durch die Übersetzung der Reformatoren Luther und Zwingli in den Jahren 1522-1534 wurde die Bibel zum ersten Mal einer größeren Leserschaft im deutschen Sprachraum zugänglich. Maßgeblichen Beitrag dazu leistete die Erfindung des Buchdrucks. Die Lutherbibel wurde Grundlage einerseits für die weite Verbreitung der Bibel in Deutschland, andererseits für ihre kritische Lektüre vor allem seit der Aufklärung und hatte auch eine große Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Schriftsprache. Gedruckt wurde sie in der Schwabacher Schrift. Heute gibt es eine gute Auswahl an Bibelübersetzungen in deutscher Sprache. Neben der klassischen (inzwischen mehrfach überarbeiteten) Lutherbibel sind erwähnenswert: die sehr wortgetreue Elberfelder Übersetzung, die ebenfalls recht wortgetreue und etwas besser lesbare Zürcher Bibel, die katholische (bzw. für die Psalmen und das Neue Testament katholisch-evangelische) Einheitsübersetzung, die eine verständliche Sprache und gute Brauchbarkeit für liturgische Zwecke aufweist, und die modernen Übersetzungen "Gute Nachricht" und "Hoffnung für Alle", die die alten Texte durch eine freiere Übersetzung in eine zeitgemäße und sehr gut verständliche Sprache übertragen haben. Eine Sonderrolle nimmt die Schlachter-Bibel ein, die Genauigkeit mit einer gut verständlichen Sprache vereint, teilweise aber eine sehr umstrittene Wortwahl bietet. Einzelheiten zu deutschen Bibelübersetzungen sind im Artikel Bibelübersetzung zu finden.

Die Rolle der Bibel im Islam

Auch für den Islam gelten die Bücher der Bibel als von Gott stammende, aber von den Menschen verfälschte Schriften. Da viele Erzählungen und Lehren des Tanach und des NT auch im Koran, der heiligen Schrift des Islam, enthalten sind, sind viele Muslime mit den wichtigsten Inhalten der Bibel vertraut. Die Zentralgestalten der Bibel, vor allem Abraham, Mose, Elia, Jesus sind auch für Muslime Propheten, die den Menschen Gottes Willen offenbaren. Sie sind für sie aber nur Vorläufer des letzten Propheten Mohammed, die bestätigen, dass er als einziger Gottes vollgültiges Wort erhalten habe. So deutet etwa Huseyn al-Dschisri 114 Stellen in der Bibel als Hinweise auf Mohammeds Prophetentum.

Verwendung im jüdischen und christlichen Gottesdienst

Verbreitung

Die hebräische Bibel ist, als Übersetzung im Alten Testament der christlichen Bibel, das meistgedruckte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Es existieren Gesamtübersetzungen in 392 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 2377 Sprachen. Für die Verbreitung der Bibel setzen sich Bibelgesellschaften weltweit ein. In Deutschland sind dies insbesondere:
- Deutsche Bibelgesellschaft (evangelisch) http://www.dbg.de
- Katholisches Bibelwerk http://www.bibelwerk.de Unabhängig von den traditionellen Bibelgesellschaften engagiert sich die Organisation "Wycliff":
- Wycliff-Projekt http://www.wycliff.de/neu/index.php

Zitate

in der Bibel selbst


- "Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gottes Geist eingegeben. Sie lehrt uns, die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen, uns von Grund auf zu ändern und so zu leben, dass wir vor Gott bestehen können. Sein Wort zeigt uns, wie wir als veränderte Menschen fähig werden, in jeder Beziehung Gutes zu tun." Paulus in 2. Tim. 3,16-17 (Bibelübersetzung Hoffnung für Alle)
- "Das Wort Gottes ist lebendig, es ist eine wirkende Macht. Es ist schärfer als das schärfste beidseitig geschliffene Schwert. So wie ein Schwert tief einschneidet, die Gelenke durchtrennt und das Mark der Knochen freilegt, so dringt das Wort Gottes ins Innerste von Seele und Geist. Es deckt die geheimen Wünsche und Gedanken des Menschenherzens auf und hält über sie Gericht." (Hebr 4,12 Gute-Nachricht-Bibel; siehe jedoch Wort Gottes)
- "Das bekenne ich aber dir, daß ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte heißen, diene also dem Gott meiner Väter, daß ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten," (Apg 24,14 Lutherbibel)
- "Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?" Jesus in (Joh 3,12 Elberfelderübersetzung)

über die Bibel


- "Sie werden lachen: Die Bibel!" (Bertolt Brecht, deutscher Dramatiker und Lyriker (1898-1956) auf die journalistische Frage nach seiner Lieblingslektüre)
- "Was mich an der Bibel stört, sind nicht die Teile, die ich nicht verstehe, sondern diejenigen, die ich kapiere." (Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller (1835-1910))
- "Das gefährlichste aller Bücher in weltgeschichtlicher Hinsicht, wenn durchaus einmal von Gefährlichkeit die Rede sein sollte, ist doch wohl unstreitig die Bibel, weil wohl kein anderes Buch so viel Gutes und Böses im Menschengeschlecht zur Entwicklung gebracht hat." (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann, am 10.11.1810)
- "Die Bibel gleicht einem Acker, der nie abgeerntet werden kann und deshalb nie öde und leer daliegt. Sie gleicht einer Quelle die beständig fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man daraus schöpft." (Ephräm der Syrer (306-373), syrischer Kirchenlehrer (Quelle: [http://dreifaltigkeit-altdorf.de/zitate_bibel.htm]))
- "Neben die Bibel gehalten sind alle menschlichen Bücher, auch die besten, doch nur wie Planeten, die alle ihr Licht und ihren Glanz von der Sonne empfangen." (Robert Boyle (1627-1691), britischer Chemiker und Physiker, Quelle: [http://www.die-bibel-lebt.de/ozitat.htm])
- "Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf all unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen." (Dietrich Bonhoeffer, evangelischer Theologe)
- "Ein Christ ohne die Bibel ist wie ein Flussbett ohne Wasser." (Ulrich Fick, Quelle: [http://www.die-bibel-lebt.de/ozitat.htm])
- "Die Heilige Schrift kann nie lügen oder irren. Ihre Aussprüche sind absolut und unverletzlich wahr. Sie selbst kann nie irren, nur ihre Ausleger können in verschiedener Weise irren, denn an vielen Stellen ist sie einer vom unmittelbaren Wortsinn verschiedenen Auslegung nicht bloß fähig, sondern auch bedürftig." (Galileo Galilei, Quelle: [http://www.die-bibel-lebt.de/ozitat.htm])
- "Die Aussage, bei der Bibel handele es sich um den Weltbestseller der Buchgeschichte, ist eine Untertreibung." (ZDF-Lieblingsbücher 2004 Quelle: [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2189666,00.html])
- Mahatma Gandhi sagte einmal: "Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in Stücke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen, dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es bloß ein Stück guter Literatur ist - sonst weiter nichts."

Literatur


- Klaus Koch u.a. (Hrsg.): Reclams Bibellexikon. Siebte, überarbeitete und erweiterte Auflage 2004, ISBN 3150105552
- David Gooding: Die Bibel - Wahrheit oder Mythos? Bielefeld, Zweite Auflage 2001, ISBN 3893974687 [http://clv.dyndns.info/pdf/255468.pdf (PDF-Download)]
- John F. MacArthur: Basisinformationen zur Bibel. Bielefeld 2003, ISBN 3893976442 [http://clv.dyndns.info/pdf/255644.pdf (PDF-Download)]
- Annemarie Ohler: dtv-Atlas Bibel, ISBN 3423033266
- Hans-Peter Schmidt: Schicksal Gott Fiktion - Die Bibel als literarisches Meisterwerk. ISBN 3506713922 [http://www.schicksal-gott-fiktion.de (Homepage des Buches)]
- Volker Neuhaus: Schnellkurs Bibel. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln, September 2005, ISBN 3832176357
- Kamal Salibi: Die Bibel kam aus dem Lande Asir. Reinbek (Hamburg) 1985. ISBN 3498061798

Siehe auch


- Portal:Bibel
- Liste der Bücher der Bibel
- Schreibung biblischer Namen
- Kanon des Alten Testaments
- Kanon des Neuen Testaments
- Textkritik des Neuen Testaments
- Bibelübersetzung
- Kinderbibel
- Apokryphen
- Bibeltelefon
- Biblische Einleitungswissenschaft
- Heilsgeschichte
- Maße und Gewichte in der Bibel
- Bibelkritik
- Gewalt in der Bibel
- The Sword Project, MyBible-Software
- Bibelstudium
- Typologie (Bibel)
- Bibelverfilmungen
- Bibel-Quiz
- Kreationismus (Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube)
- Interpolationstheorie (Religion)

Weblinks


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Inhaltsangaben


- [http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/bibel/bibel-inhaltsangabe.pdf Inhaltsangaben zu allen 66 Büchern der Heiligen Schrift] (Freikirchlich, hrsg. von G. Lorenz, PDF)

Sonstiges


- [http://www.dbg.de/ Deutsche Bibelgesellschaft]
- [http://www.bibelkommentare.de Bibelkommentare.de] Sammlung von Auslegungen und Kommentaren zur Bibel (freikirchlich)
- [http://www.die-bibel-lebt.de/ Wissenschaftliches und Spirituelles zur Bibel] (kath.)
- [http://www.ubf-dortmund.de/bibel/index.htm Bibel Online] - Umfangreiche Sammlung von deutschen Links zur Bibel (freikirchlich)
- [http://cgi.godsview.com/cgi-bin/rcdenig/pvseek.pl?search=&word= Bibelkonkordanz] (englisch, freikirchlich)
- [http://www.carlosmime.com/mybible Pantomimenprogramm zum Thema Bibel] (ökumenisch)
- [http://www.welt-der-bibel.de Portal für Bibelauslegung] (ökumenisch)
- [http://www.theologie-systematisch.de/erkenntnislehre/8schrift-tradition.htm Aktuelle Literatur zur Bibelauslegung] (Webseite katholisch, führt Literatur verschiedener Konfessionen auf)
- [http://www.bibelkritik.ch Kritische Analyse biblischer Texte] (Das Buch der Bücher im Licht von Wissenschaft, Vernunft und Moral)
- [http://www.bibel-literatur.de Forum für literarische Bibelinterpretation] (Die Bibel als Meisterwerk der Literatur)
- http://www.people.freenet.de/biblische_lehre : Wesentliche biblische Themen ! Kategorie:Christentum Kategorie:Heilige Schrift (Judentum) Kategorie:Literarisches Werk ja:聖書 ko:성서 simple:Bible zh-min-nan:Sèng-keng

Urbar (Verzeichnis)

Ein Urbar bezeichnet ein Verzeichnis über Besitzrechte eines Grundherrn und Leistungen seiner Grunduntertanen (Grundholden) im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Auch für Gült- und Lagerbücher wird der Ausdruck verwendet. Der Begriff Urbar bzw. Urbarium wird aus dem althochdeutschen "urberan" bzw. dem mittelhochdeutschen "erbern" für "hervor bringen" oder "einen Ertrag bringen" abgeleitet. Es handelt sich um zu ökonomischen, administrativen oder rechtlichen Zwecken angelegte Verzeichnisse von Liegenschaften, Abgaben und Diensten einer Grundherrschaft (z. B. eines Klosters) oder eine Villikation. Während im frühen und hohen Mittelalter die urbariellen Aufzeichnungen sich in Besitzlisten und Abgabenverzeichnissen erschöpfen, traten im späten Mittelalter an deren Stelle regelrechte Besitzbeschreibungen eines konkreten Wirtschaftssystems (Herrschaft, Amt, Gericht). Urbare waren seit dem 13. Jahrhundert ein wichtiges Instrument zur Organisierung der sich konstituierenden Landesherrschaft. Der Begriff ist vorrangig in Süddeutschland gebräuchlich. In anderen Regionen sind für diese Verzeichnisse auch die Bezeichnungen Salbuch, Berain, Heberegister, Erdbuch und Zinsrödel geläufig.

Literatur


- D. Hägermann: "Urbar." In: Lexikon des Mittelalters. Bd. VIII. Stuttgart/Weimar 1999. (Sp. 1286-1289)

Siehe auch


- Prümer Urbar (Abtei Prüm in der Eifel, 893)
- Liber annalium iurium (Trier um 1220)

Weblink


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D8953.html "Urbar" im Historischen Lexikon der Schweiz] Kategorie:Historische HilfswissenschaftenKategorie:Steuerrecht

Kategorie:Handschrift

In dieser Kategorie sollen alle antiken und mittelalterlichen Codices (und Fälschungen solcher Codices) versammelt werden. Andere handschriftliche historische Dokumente sind in der übergeordneten Rubrik :Kategorie:Historisches Dokument versammelt. Kategorie:Kalligrafie Kategorie:Literarischer Begriff Kategorie:Historisches Dokument

משה גפני

משה גפני, (נולד ב-5 במאי 1952) ח"כ מטעם יהדות התורה ודגל התורה. גפני נולד בשנת 1952 בעיר תל אביב.השכלתו היא ישיבתית מישיבות סלבודקא וגרודנא. במקצועו הוא ראש כולל, בחיים הציבורים היה חבר הנהלת המועצה אופקים. גפני מכהן כח"כ משנת 1988, קודם כיהן כחבר דגל התורה ואח"כ חבר ביהדות התורה והשבת. בשנת 1990 כיהן כסגן שר הדתות ובשנת 1999 כיהן כיו"ר וועדת הפנים של הכנסת וכן כסגן שר הפנים. גפני פירסם מאמרים בעיתונים יתד נאמן והמודיע. משה גפני נשוי ואב ל-3 ונכון ל2005 גר בבני ברק.

קישורים חיצוניים


- גפני, משה

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Correxemento de Porto Arauxo

Nome do Correxemento

Porto Arauxo

Poboacion

9.800 poboadores aprox

Fundacion


- Un señor de apexido arauxo fixo un ponte e a xente empezo a xamar o lugar : ponte arauxo co tempo pasou a chamarse porto arauxo ata nosos dias pois se fabia converteu nun sitio impotantei para a estrada ferroviaria

Division Politica

Veredas
- Guayavito
- a Y da Torre
- A traviata
- Campo Padixa
- Dous Irmanos
- Caño Baul
- Os Ranitos
- A Curva
- Zambito
- a Terraza
Cachira

Nome da Cidade

Cachira

Orixen Etimoloxico de seu Nome

existia unha india chamada "cachara" a a chegada dos españois istos modificaroun seu nome a Cachira, ista india foi esposa dunho dos conquistadois desta area xeografica,ista india e o conquistador que foi seu esposo viveron onde agora queda o templo e a casa cural.

Division Politica

3 inspecciones de policia 2 Correxementos 58 veredas

Localizacion

é uno dos municipios mais ao oeste do departamento de norte de santander na provincia de ocaña.
-
Guanentá

Xeografía

Conforman esta provincia Santandereana os municipios de:
- San Gil
- Aratoca
- Barichara
- Cabrera
- Cepitá
- Coromoro
- Curití
- Charalá
- Encino
- Jordán Sube
- Read More...
Comuna de Cidade Norte

Nome da Comuna

Cidade Norte

Barrios que a Integran

altos do progreso,Colseguros Norte,maria paz,vila rosa,kennedy,Altos do kennedy,Miradores do Kennedy,Balcones do Kennedy,Omaga I e II,ciudadela cafe,a Praia,O Suitche,Cervunion,O Rosal,Os Colorados,As Hamacas,Minuto de Dios,Miramar, O Pablon,Barrio Novo,Divino Niño,As Olas,Rosa Alta,Os Corrales, e Cafe Madrid.

Alguito de Historia

a excepcion dos barrios colseguros norte e o minuto de dios todos os demais barrios foiron creados por o sistema de autoconstruccion en un proceso de invasion ilexal de
Cite

Nome do Correxemento

Cite

Titulo Nobiliario Popular


- Cuna adoptiva das doctrinas de Bolivar
- Escondite de paz

Historia


- Fundado en 1539
- En 1.781 foi sitio de descanso das tropas dos comuneros cando viaxaban rumbo a santa fe de bogotá
- En 1.839 foi erixido como municipio
- En 1.940 a cidade de cite perdeu sua categoria de municipio e foi degradado á catexoria de correxemento que ata os dias de hoxe obstenta

Patrono relixioso

Nosa Señora do Rosario día do ano do calendario Gregoriano e número 316 nos anos bisiestos. Quedan 50 días para rematar o ano.

Acontecementos


- 1500 - Tratado de Granada entre Fernando o Cat
Abraham
Patriarca das tres crenzas monoteístas principais da actualidade (xudaísmo, cristianismo e islam), herdeiras do mitrianismo indo-persa. Abraham, segundo a tradición/lenda, naceu no século XX antes de Cristo na cidade babilónica de Ur (hoxe Iraq ).
Isaac
Fillo de Abraham e Sara. Estivo a piques de ser sacrificado a Deus polo seu pai (Áqueda, sacrificio). Tivo dous fillos, Esaú e Xacobe (tamén coñecido como Israel). category:Mitoloxía cristiá
Xacobe
Tamén coñecido como Israel. Fillo de Isaac. Tivo doce fillos coas súas catro mulleres. Estes doce fillos foron a orixe das doce tribus de Israel. Esta estirpe organizouse por Hebrón e Nablús en cooperativas agrarias. Adicandose principalmente ó pastoreo de ovellas. Un dos seus fillos, Xosé, foi vendido polos seus irmáns como escravo a Exipto. Alí chegou a
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